SAMMLERHIGHLIGHT!
EXTREM SELTENES MILITÄRFERNGLAS
MIT GESCHRAUBTER BRÜCKE
MILITÄRISCHE AUSFÜHRUNG DES ZIVILEN
4-FACH FELDSTECHERS
CARL ZEISS JENA
D.F. 4x

mit original Köcher mit Riemen!

Eines der ersten Zeiss Prismenferngläser in Rahmenbauweise mit geschraubter Brücke war der Feldstecher mit 4-facher Vergrößerung. Er wurde bereits ab
1894 hergestellt. Vielen Sammlern ist nicht bekannt, dass es von dem zivilen
Feldstecher 4x auch eine sehr seltene, militärische Variante, das D.F. 4x gab.

Eine außerordentliche Rarität ist dieses Belegstück eines militärischen D.F. 4x
in Rahmenbauweise mit geschraubter Brücke. Hans Seeger schreibt in seinem
blauen Buch, dass nur vier Exemplare bekannt sind und insgesamt nur etwas
über 100 Stück hergestellt wurden. Es ist unklar, wann das D.F. 4x eingeführt
wurde.

Die Beschriftung in Schreibschrift ist ohne Silberlotfüllung und würde auf eine
frühe Herstellung um 1896/97 hindeuten. Allerdings sprechen die ab 1902 eingeführten 1/3 Okulare dagegen.
Demnach ist das Fernglas nicht vor
1902/03 gebaut worden. Es könnte aber auch erst später eingeführt
worden sein, da militärische Ferngläser die Schreibschrift bis 1907 be-
halten haben.

Fakt ist, alle bisher bekannten D.F. 4x haben Seriennummern unter 100.
Dieses Belegstück mit der Seriennummer 17 ist das bisher älteste Exemplar.
Die Privatnummer ist ebenfalls 17. Das besagt, unter den ersten 17 Stück
D.F. 4x war kein einziges dabei , welches als offizielles Militärglas eingesetzt
wurde! Die militärsche Ausführung des 4-fach Feldstechers hatte eine ver-
nichtend schlechte Erfolgsbilanz. Heute ist dieses Modell jedoch ein überaus
wertvolles und extrem seltenes Sammlerstück!

Die Kenngröße ist 4x14. 4-fache Vergrößerung mit 14 mm Objektiven.

Das Vorhandensein einer Privatnummer besagt, dass Fernglas wurde von
einem Militärangehörigen privat gekauft. Interessantes Detail ist, dass die Privatnummer 17 gleich wie die Seriennummer lautet. Unter den vier be-
kannten Belegstücken im Buch von Seeger ist nur ein offizielles Militär-
glas dabei.

Die niedere Seriennummer ist 17. Es ist offensichtlich, dass dieses Modell
auch in einem eigenen Nummernkreis geführt wurde.

Detailaufnahme der Einzelokularfokussierung.

Das ab 1902 eingeführte 1/3 Okular. Der Rändelring ist mit Kreuzrändelung.

Die Fernglashälften sind mit je fünf Schrauben an der Brücke fixiert.

Die 2-fach geschraubten Riemenösen.

Die große Klemmschraube als militärisches Indiz.

Die Durchsicht durch das Fernglas.

Breite = 14 cm, Höhe = 9 cm, Gewicht = 420 g.

Der original militärische Lederköcher.

Am oberen Rand ist der Köcher zur Verstärkung mit einer Messinghülse einge-
fasst.