SAMMLERHIGHLIGHT!
KÖNIGLICH - BAYRISCHES DIENSTGLAS
IN RAHMENBAUWEISE
CARL ZEISS JENA
D.F.95
"BENT SHOULDERS" - MODELL
MIT ZUGEHÖRIGER REGIMENTSGRAVUR!
mit Riemen!
Von 1895 bis 1907 wurden im Zeisswerk militärische und
zivile Ferngläser in
Rahmenbauweise mit angeschraubter
Brücke hergestellt. Als Ausnahme
gilt das D.F.95, es wurde
erst 1909 durch das D.F.95 n/A mit angegossener
Brücke
abgelöst.
Von den Rahmenbau-Gläsern ist das D.F.95 das älteste Modell
und das erste
offizielle Prismenfernglas beim deutschen
Militär. Markantes Merkmal
sind
die oberen gebogenen Deckeln, die
sogenannten "Bent Shoulders".
Die
Gravur
D.F.95 bedeutet - Doppelfernrohr, Modell 1895.
Dieses seltene Belegstück wurde für die die Königlich-Bayrische Armee
gefertigt. Mit dem 1806 gegründeten Königreich Bayern, entstand aus
den
Truppen des Kurfürstentums Bayern, die
Königlich-Bayrische Armee.
Sie bestand bis zum Ende vom WK I.

Die Kenngröße ist 8x20.
8-fache Vergrößerung mit 20 mm Objektive. Die Serien-
nummer ist nicht lesbar. Daher wird die Herstellung Anhand der Altersmarker
eruiert. Die 3/3 Rändel-Okulare, die flache Teilscheibe oben, die gerillte
Klemm-
schraube und dass die Schrift nur eingeschnitten ist, lassen die Herstellung auf
1896 bis 1898 eingrenzen.

Am rechten Deckel ist neben der Gravur D.F.95 und der Gerätenummer 904 auch
die Bayrische Zugehörigkeit mit "K.B. Dienst" angegeben. Es bedeutet Königlich
Bayrisches Dienstglas.

Am rechten unteren Deckel befindet sich die Zusatzgravur "1/6.F.A." Die Ab-
kürzung ist bedeutend für die zugehörige Einheit, der 1. Batterie des
König-
lich Bayerischen 6. Feldartillerie-Regiments „Prinz Ferdinand von
Bourbon,
Herzog von
Calabrien“.

Das 3/3 Rändel-Okular mit Kreuzrändelung.

Die beiden Hälften sind mit jeweils fünf Schrauben an der
Brücke
befestigt.

Die langen, geschraubten Riemenösen.

Die frühe Form der militärischen Klemmschraube.

Die rechte Durchsicht mit Strichplatte.

Die linke Durchsicht.

Die Strichplatte im Detail.

Breite = 15 cm, Höhe = 12 cm, Gewicht = 560 g.



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