BESONDERES SAMMLERHIGHLIGHT!
RUSSISCHES SPEZIALFERNGLAS
FÜR
TAKTISCHE,
MILITÄRISCHE SANDKASTENSIMULATIONEN
БПШ 2x30 (BPSh 2x30)
SUPER-WEITWINKELFERNGLAS!
mit original Lederköcher und Riemen!

Ein sehr seltener Fund ist das russische, militärische Spezialfernglas BPSh 2x30.
Es
befindet sich kein Logo eines Herstellers
auf dem Fernglas. Sehr wahrschein-
lich ist, dass es entweder von der Firma Komz
(Kasaner Optisch-
Mechanisches
Werk)
oder von Zomz (Sagorsker Optisch-Mechanisches Werk)
in den
60/70-er Jahren hergestellt
wurde.

Dieses sehr spezifische Fernglasmodell wurde in der ehemaligen Sowjetunion
für militärische Schulungszwecke am "militärischen Sandkasten"
entwickelt
und von russischen Artillerieeinheiten
zu Ausbildungszwecke verwendet.

Dazu kamen maßstabsgetreue Landschaftsmodelle in
einem rechteckigen Sand-
kasten
zum Einsatz, in denen realistische Gefechtssimulationen
nachgebildet
wurden. Der strategische Ablauf artilleristischer Feuergefechte wurde
dann
aus geringer Entfernung mit dem
Spezialfernglas
beobachtet. Die schwache,
2-fache Vergrößerung, in Verbindung mit der ausgeprägten Weitwinkelsicht
bewirkte eine äußerst realistische Betrachtung durch das Fernglas. Von dem
sehr
seltenen Militärglas sind bisher nur
wenige
Belegstücke bekannt. Es ist
bei
Optiksammlern äußerst begehrt!

Die Kenngröße ist 2x30. 2-fache Vergrößerung
mit 30 mm Objektive. Das
Fern-
glas hat ein spezielles Porro I Prismensystem. Wegen Platzmangel ist
objektiv-
seitig ein Oberflächenspiegel zur Bildumkehr verbaut. Die Optik
und auch die
Glasteile im Inneren sind
vergütet.

Die Deckelbeschriftung in kyrillischer Schrift lautet БПШ 2x30. Übersetzt
lauten die Buchstaben BPSh 2x30. "B" steht für Binocl = Fernglas. "P" ist
die Abkürzung für Prizmenny = Prismensystem und "Sh" ist bedeutend für
Shirokougolny = Weitwinkel. Darunter steht die Seriennummer NPC508.

Das Fernglas besticht äußerlich in erster Linie durch seine überdimensionalen
Okulare mit 5 cm langen Augenmuscheln. Auf den ersten Blick nicht
erkennbar
ist der komplizierte, optische Aufbau des Fernglases.

Die Okulare haben einen
Durchmesser von 53 mm. In ausgefahrenen Zustand
sind sie 17 cm lang. Die weitabliegende Austrittspupille ist um 5 cm nach
hinten
versetzt. Die AP misst 6 mm.

Es ist das erste Fernglas das dem Verfasser begegnet, wo Okular- und Objektiv-
linsen den gleichen Durchmesser von 30 mm haben!
Es hat spezielle Weitwinkel-okulare, die
Linsenkonstruktion erstreckt sich über den gesamten Rändelring
auf 6 cm Länge!

In diesem Bild sehen sie die 30 mm Objektivlinsen. Hinter den Linsen jedoch
sieht man ein Metallrohr, welches mit 15 mm der tatsächlich wirksame Ob-
jektivdurchmesser ist. Durch die Reduktion verkleinert sich das Gesamtbild,
aber nicht das riesige Sehfeld im Bild. Dieser optische Effekt lässt das be-
obachten vom Geschehen am "militärischen Sandkasten" besonders real
erscheinen.

Hier ein Größenvergleich mit einem herkömmlichen 6x30 Dienstglas. Das
Gehäuse ist um etwa 1 cm kleiner, aber die Okulare ragen um 12 cm höher
hinaus.

Die Durchsicht durch das Fernglas mit hervorragender Sehschärfe bis zum
Rand. Durch die Reduktion vom Objektivdurchmesser ist die Bildgröße als
verkleinert abgebildet. Das beeinträchtigt aber nicht das extrem weite Seh-
feld. Von der vordersten Linie bis zum Horizont ergibt sich ein einheitlich
sehr scharfes Bild!

Breite = 18 cm, Höhe = 24 cm, Gewicht = 1020 g.

Der original Lederköcher mit Riemen.

Er hat im Inneren zwei kleine Fächer für Polarisationsfilter.





|