SEHR SELTENES DIENSTGLAS FÜR
PANZEREINHEITEN IM WK II
HENSOLDT WETZLAR - "bmj"
10x50

IN EINHEITSFARBE EUROPAS, MIT STRICHPLATTE!

mit Riemen, Buna-Okularschutzkappe und Anknöpflasche!

Die Geschichte der schlanken Hensoldt Dialyt Dienstgläser ist nicht zur Gänze
geklärt. Allgemein wurden sie ab 1942 als "Panzerkommandantengläser" be-
zeichnet. Frühere Dialyte wurden als "Pol. Dienstglas" nur an die Polizei
ausgegeben.

Auf Archivfotos sind codierte "bmj" Dialyt Dienstgläser häufig bei Panzertruppen
zu sehen. Sie wurden jedoch auch bei der Luftwaffe eingesetzt. Einige Belegstücke
sind sogar mit dem Hoheitszeichen der Kriegsmarine bekannt.

Dieses seltene Belegstück in der Einheitsfarbe Europas (EFE) wird als typisches
"Panzerkommandantenglas" bezeichnet. Ab 1943 wurden Ausrüstungs-
gegenstände der Wehrmacht einheitlich in sandgelber Farbe lackiert.

An der Innenseite der Brücke befinden sich die codierte Herstellerangabe "bmj"
für Hensoldt Wetzlar. Ab 1941 wurden Herstellerfirmen von Ausrüstungs-
gegenständen durch einen drei-Buchstaben-Code ersetzt. Durch die Einheits-
farbe Europas und die Kältefettmarkierung "+" wird die Herstellung auf
1943 eingegrenzt.

Die Kenngröße ist 10x50. 10-fache Vergrößerung mit 50 mm Objektive. Das
Dienstglas verfügt über ein "Abbe-König" Dachkantprismensystem. Die
Optik ist nicht vergütet.

Die Seriennummer ist 588492. Das linksstehende Kreuz ist eine Kältefettmar-
kierung mit dem Instrumentenfett 1442 , welches hauptsächlich 1943 verwendet
wurde. Das Instrumentenfett 1442 war einwandfrei bis -40° einsatzfähig.

Detailansicht der Okulare mit Einzelokularfokussierung. Die Okulare sind mit
Kreuzrändelung.

Mit seitlichen Schlaufen am Riemen befestigt ist die original Okularabdeckung
aus Buna. Buna ist ein elastischer und witterungsbestängiger synthetischer Kautschuk.

Die rechte Durchsicht mit Strichplatte.

Die linke Durchsicht.

Die Strichplatte im Detail.

Länge = 23 cm, Breite = 13,5 cm, Gewicht = 890 g.