SEHR HOCHWERTIGES, ZIVILES WEITWINKELFERNGLAS
HARTMANN WETZLAR
BERNINA 8x30
WEITWINKEL

mit original Ledertasche mit Riemen!

Die geschichtliche Entwicklung der Optikindustrie ist eng mit der deutschen
Stadt Wetzlar in Hessen verbunden. Sie wird umgangssprachlich als Stadt
der Optiken bezeichnet. Einige Unternehmen haben seit über 100 Jahren
ihren Firmensitz in Wetzlar, am bekanntesten sind die Firmen Leitz Wetzlar
und Hensoldt Wetzlar.

Doch gab es ab den 20-er Jahren auch einige kleinere Optikfirmen in Wetzlar,
welche aber neben Leitz und Hensoldt relativ unbedeutend geblieben sind.
Dazu zählen Hartmann Wetzlar und Krombach Wetzlar. Diese in den 20-er
Jahren gegründeten Firmen entwickelten ab den 50/60-er Jahren ausge-
zeichnete, sehr hochwertige Ferngläser. Besonders ist die hervorragende
Qualität der Weitwinkelferngläser hervorzuheben, dessen Farbneutralität,
Tiefenschärfe und Randschärfe mit einem Leitz, Zeiss, oder Hensoldt Fern-
glas jederzeit konkurrieren kann!

Die frühen Jugendjahre von Karl Hartmann, welcher 1888 in einem kleinen
Dorf bei Wetzlar geboren wurde, waren von seinem Interesse an Optiken ge-
prägt. Bereits mit 15 Jahren arbeitete Karl Hartmann im Betrieb von Moritz
Hensoldt. Bald entwickelte er sich zum Spezialisten in der Herstellung von
Linsen und Prismen. Ab 1906 wechselte Hartmann zur Firma Leitz. Er
sollte dort die Produktion der Leitz Porroprismen Gläser starten. Von
1906 bis 1921 übernahm er bei Leitz die Leitung der Prismenherstellung.

Erst im November 1921 eröffnete er seine eigene optische Werkstätte. Zu
Beginn wurden Theatergläser, Teleskope, sowie Linsen und Prismen für
andere Optikfirmen hergestellt. 1936 stellte er die ersten Ferngläser der
Serie Porlerim vor. Im WK II wurde die Produktion auf Flugzeugteile um-
gestellt. 1948 wurde die Fernglasproduktion wieder aufgenommen. Karl
Hartmann starb 1954, worauf sein Sohn Karl II, gelernter Optikermeister
den elterlichen Betrieb fortführte.

Anfang der 60-er Jahre begann Karl Hartmann II mit der Entwicklung einer
Reihe neuer Hartmann Ferngläser mit vollständig neu berechneter Optik
und mehrschichtigen Antireflexbeschichtungen. Zum 40. Geburtstag von
Hartmann Optik wurde die neue Bernina-Serie mit acht verschiedenen
Fernglasmodellen vorgestellt. Karl Hartmann II war sehr ehrgeizig und
nur fünf Jahre später erfolgte die Einführung der neuen Hartmann
Compact-Serie mit weiteren sechs Fernglasmodellen. Nach 71 Jahren
wurde 1992 das Hartmannwerk geschlossen.

Das frühere Logo von Hartmann mit der Nummer 117. Die Zahl bezieht sich
auf das Postfach von Hartmann. Bei späteren Ferngläsern aus den 80-er
Jahren ist das Logo ohne der Zahl 117.

Dieses 8x30 Fernglas ist baugleich mit der Baureihe der "Porlerims". Das
8x30 Porlerim wurde 1948 entwickelt und hatte noch eine einfache Ver-
gütung. Dieses Belegstück von der Bernina-Serie ist mit neuer, mehr-
schichtigen Antireflexbeschichtung. Die Kenngröße ist 8x30. 8-fache
Vergrößerung mit 30 mm Objektiven. Es hat Weitwinkelokulare mit
einem Sehfeld von 150m/1000m.

Die Seriennummer ist 143564. Das Fernglas wurde in etwa um 1982 her-
gestellt.

Eine Schnittzeichnung aus einem Hartmann Prospekt zeigt das fünflinsige
Erlfe Okular und die Objektive in achromatischer Ausführung.

Detailaufnahme der Mitteltriebfokussierung.

Die Durchsicht durch das Fernglas.

Breite = 16,5 cm, Höhe = 12 cm, Gewicht = 600 g.

Die original Ledertasche mit Riemen.

Sie hat einen Schnallenverschluß und ist innen mit roten Samt ausgekleidet.