SAMMLERHIGHLIGHT!
SELTENES ZIVILFERNGLAS
ERNEMANN-WERKE AG. DRESTEN
8x40
MIT OFFENER BRÜCKE!
mit Riemen!

Die Gründung der Firma Ernemann Dresten geht auf das Jahr
1889 zurück.
Zusammen mit seinem Partner Matthias errichtete Heinrich Ernemann
die Dresdner Photographischen
Apparate-Fabrik
Ernemann & Matthias.
Matthias verließ
1891 die Fabrik. In 1899 wurde die Firma in eine Aktien-
gesellschaft umgewandelt.

Ab 1908 fertigte Ernemann eigene Objektivlinsen an welche
zuvor von Zeiss
und Goerz bezogen wurden. Vom Beginn bis 1925 wurden fast ausschließlich Kameras hergestellt.
Die Produktion von Prismenferngläsern
war sehr ge-
ring und
dauerte nur zwölf Jahre.
Es gab für Ferngläser keinen eigenen
Nummernkreis, sie
wurden im Nummernkreis der Kameras mitgeführt.
Ferngläser
von
Ernemann sind Raritäten!

Dieses seltene Belegstück mit der Seriennummer 1024540 wurde 1922 hergestellt.
Die Datierung der Herstellung wurde abgeleitet von
der Kameraproduktion.
In 1922 wurde die 1 Millionste
Kamera gefertigt.
1926 fusionierte
Ernemann
mit Zeiss Ikon.

Am linken Deckel ist die Firmenaufschrift graviert. Unterhalb befindet sich das
ab 1920 verwendete, neue Warenzeichen. Es stellt ein dreiteiliges Malteserkreuz-
getriebe
dar.

Die Kenngröße ist 8x40. 8-fache Vergrößerung mit 40 mm Objektive. Die
Seriennummer ist 1024540. Es wurde 1922 hergestellt.

Detailfoto der Einzelokularfokussierung. Das Modell gab es auch mit Mittel-
triebfokussierung.

Die Okulare sind mit Kreuzrändelung.

Das Fernglas wurde mit offener Brücke gebaut. Der Objektivtubus mit dem
unteren Deckel ist aus einem Stück gefertigt.

Die Klemmschraube zum Fixieren vom Augenabstand.

Die Durchsich durch das Fernglas.

Breite = 16,5 cm, Höhe = 12,5 cm, Gewicht = 675 g.



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