TASCHENFERNGLAS
CARL ZEISS JENA
6x18

in original Wildledertasche

Aufgrund der Konkurrenz (Zeiss West, Leica)
entwickelte Zeiss Jena in den 70-igern dieses
Taschenfernglas. Es wurde bis in die
80-iger Jahre produziert.
Es gab bislang außer dem monokularen Turmon
und den Operngläsern kein Kleinfernglas.

Das äußerst interessante Taschenfernglas erhielt
eingenartigerweise keinen Modellnamen.
Die Beschriftung der Originalschachtel lautete
Klein-DF 6x18.

Das Glas hat ein spezielles Dachkantprismensystem
mit echter Innenfokussierung.
Es hat nur EIN Dachkantprisma und einen Planspiegel,
die Bildumkehr wird nicht durch ein zweites Prisma,
sondern durch den Planspiegel bewirkt.

Damit bekommt man eine Bildumkehr ohne Versatz
zwischen ein- und austretendem Lichtbündel
und man konnte dadurch ein Fernglas in
sehr kompakter Bauweise herstellen. 

Die in einem Dreieck eingeramte "1" ist eine Art
Qualitäts,- oder Gütesiegel,
dafür fehlt der Hinweis auf die vergütete Optik
welche das Glas ebenfalls aufweist.

Der Korpus ist aus Kunststoff hergestellt,
die Okularhülsen aus Aluminium.

Das Fernglas ist 10 cm hoch und 9,5 cm breit.
Durch die Leichtbauweise wiegt es nur 140 g!
Nahfokussierung bereits ab 2 m.

Persönliche Meinung:
Dieses Glas obwohl von Zeiss hergestellt, findet
allgemein mangels Information sehr
wenig Beachtung.
Nur weil es aus Kunststoff hergestellt ist, sollte
man die hervorragende optische Leistung,
die seltene Dachkantprismenkonstruktion,
sowie die echte Innenfokussierung nicht
ausser acht lassen.