SAMMLERHIGHLIGHT!
SEHR SELTENES FERNGLAS MIT
VARIABLER VERGRÖSSERUNG
BUSCH VARIOLUX 5 - 7 x

mit original Köcher und Riemen!

Die Entstehung von Busch geht auf das Jahr 1845 zurück. 
Damals übernahm Emil Busch die Firma seines Onkels 
Eduard Dunker. Der Firmensitz war in Rathenow.
Ab 1901
begann man mit der Herstellung von Prismenferngläsern.

In den ersten Jahren wurden nur drei Modelle hergestellt.
1905 steigerte man die Produktion um mehrere Modelle.
Durch den erweiterten Objektivabstand ist die Herstellung
des Busch Variolux auf nach 1908 zu datieren. In 1908 en-
dete das Zeiss-Patent für Ferngläser mit erweiterten Ob-
jektivabstand.

Die aufwendige Konstruktion mit stufenlos veränderbarer
Vergrößerung von 5-fach bis 7-fach war zu damaliger Zeit
eine Höchstleistung von Busch. Benannt als pankratisches
System werden gleichzeitig zwei Linsenpaare axial gegen-
läufig verschoben und bewirken eine Veränderung der
Brennweite.

Jedoch bedingt durch die hohen Herstellungskosten war der
geforderte Verkaufspreis für wenige leistbar. Das Variolux
war nicht lange in Produktion. Dieses Belegstück ist eine
Rarität von dem nur wenige Exemplare bekannt sind!

Ein Prospektauschnitt von Busch um 1910 beziffert den Preis
des Fernglases auf 200 Goldmark. Vergleichsweise hat ein
Hafenarbeiter zu damaliger Zeit im Monat etwa 60 Mark
verdient.

Die Kenngröße ist 5 - 7 x 21. Variable Vergrößerung von 5-fach
bis 7-fach mit 21 mm Objektive. Das Sehfeld beträgt
105m/1000m.

D.R.P. steht für deutsches Reichspatent.

Die Seriennummer ist 37107. Hergestellt in etwa 1909/10.

Das Mitteltriebrad ist zur Einstellung der variablen Ver-
größerung. In der abgebildeten Okularstellung ist die
Vergrößerung 5-fach.

Hier die Okularstellung bei 7-facher Vergrößerung.

Zur Schärfeneinstellung verfügt das Fernglas an beiden
Objektiven über einen Dioptrienausgleich.

Die Riemenhalterung ist auf den Prismendeckeln geschraubt.

Breite = 16 cm, Höhe = 13,5 cm, Gewicht = 700 g.